Migrationspopulation
Wie sehen die Zuwanderung und die Migrationsbevölkerung aus?
Migrationsbevölkerung der Schweiz
Die Schweiz gehört zu den europäischen Ländern mit einem der höchsten Ausländeranteile. In der Schweiz wohnen 1 734 562 (2011) Ausländer. Das sind 22,1 % der gesamten Wohnbevölkerung der Schweiz. 86,3% der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung der Schweiz besitzen die Staatsangehörigkeit eines europäischen Staates (2009); mehr als die Hälfte diejenige eines Mitgliedstaates der EU oder der EFTA. In 2009 stellten italienische Staatsangehörige die stärkste Ausländergruppe dar (17%). Es folgten Staatsangehörige aus Deutschland (14,7%), Portugal (12%) und Serbien und Montenegro (10,6%).

Zuwanderung in die Schweiz
Die Migrationspopulation und die Zuwanderungsquoten gehen weit auseinander. Während italienische Staatsangehörige immer noch den grössten Teil der ausländischen Gesamtbevölkerung in der Schweiz ausmachen, ist die grösste Zuwanderungsquote bei Einwanderer aus Deutschland zu beobachten. Seit 2004 ist ihr Zahl um 42% gestiegen, wobei die Zahl der Personen italienischer Herkunft um 4 % gesunken ist. Zu der drittgrössten Gruppe der Migrationspopulation gehören die Portugiesen, derer Zahl seit 2004 um 22% gestiegen ist. In 2004 waren Staatsangehörige aus Serbien und Montenegro die zweitgrösste Ausländergruppe. Ihre Zahl ist jedoch um 10% kleiner geworden und sie machen jetzt die viertgrösste Ausländergruppe aus. Die Zahl der Bürger und Bürgerinnen der Westbalkanstaaten Länder hat sich auch verringert.
Migrationsgründe
Zu den häufigsten Einwanderungsgründen gehören Erwerbstätigkeit, Familiennachzug und Aus-und Weiterbildung. Härtefälle und anerkannte Flüchtlinge sind viel seltener.
Personen zwischen 15 und 74 Jahren zum Zeitpunkt der Migration1 nach Migrationsgrund 2008
|
|
Männer |
Frauen |
||
|
|
in Tausend |
in % |
in Tausend |
in % |
|
1. eine zuvor gefundene Arbeitsstelle antreten |
204 |
33.9 |
123 |
19.4 |
|
2. Arbeit finden |
112 |
18.7 |
69 |
10.8 |
|
3. Studium |
35 |
5.9 |
31 |
4.9 |
|
4. ein Asylgesuch einreichen |
36 |
6.1 |
15 |
2.4 |
|
5. die Familie begleiten oder die Familie nachziehen |
62 |
10.4 |
173 |
27.2 |
|
6. Heirat, eine Familie gründen |
49 |
8.2 |
136 |
21.5 |
|
7. anderer Grund |
94 |
15.6 |
81 |
12.8 |
|
weiss nicht |
(2) |
(0.3) |
( ) |
( ) |
|
keine Antwort |
5 |
0.8 |
5 |
0.8 |
1) nur im Ausland geborene Personen
(Zahl) statistisch nur bedingt zuverlässig
( ): statistisch nicht zuverlässig, daher keine Angabe
In die Schweiz eingereiste Ausländer nach Einwanderungsgrund, 5.2010 -4.2011
Migrationsbevölkerung und Zuwanderung im Kanton Luzern
In Kanton Luzern wohnen 60 886 Ausländer (2009). Der Anteil der ausländischen Bevölkerung liegt somit bei 16,4%. Zum Vergleich lebten 2004 15,4% der ausländischen Bevölkerung in Luzern. Heute stammt ungefähr ein Viertel der ausländischen Bevölkerung aus Serbien (22,5%). Der Anteil der serbischen Bürger und Bürgerinnen ist jedoch seit 2004 um 5% gesunken. Die zweitgrösste Gruppe bilden die Migranten und Migrantinnen aus Deutschland (18,5%), derer Zahl sich seit 2004 fast verdoppelt hat. Grössere Einwanderungsgruppen kommen aus Italien (11.3%) und Portugal (9%). Während die portugiesische Bevölkerung seit 2004 um 0,9% gewachsen ist, fällt das Wanderungssaldo im Fall der italienischen Staatsangehörigen negative aus. Ihr Zahl ist seit 2004 um 1,7% gesunken. Die meisten Ausländer in Luzern sind Niedergelassene und Aufenthalter/-innen. Es gibt nur wenigere Kurzaufenthalter/-innen.
Datenquelle: LUSTAT - Kantonale Bevölkerungsstatistik
Die Statistik zur ausländischen Bevölkerung in der Schweiz
Die Statistik zur ausländischen Wohnbevölkerung im Kanton Luzern
